Über diesen Bericht

Im Oktober 2017 publiziert Chocolats Halba ihren dritten Nachhaltigkeits­­bericht, der den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht. Wir orientieren uns an der Version G4 und haben die Option «Kern» gewählt. Der aktuelle Bericht behandelt Entwicklungen und Kennzahlen aus den Geschäftsjahren 2015 und 2016. Diese Zeit war geprägt vom Aufbau unseres neuen Fabrikstandortes in Pratteln. Gleichzeitig steigerten wir die Verkäufe nachhaltiger Produkte und lancierten weitere Agroforstprojekte in den Ursprungsländern des Kakaos.

Wie dem nachfolgenden Interview zu entnehmen ist, werden wir unser Nachhaltigkeitsengagement in den kommenden Jahren weiter ausbauen – für eine Schokolade, von der alle etwas haben.

Interview mit Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäfts­­leitung Coop, und Anton von Weissenfluh, Leiter Chocolats Halba

Ist Nachhaltigkeit ein unternehmerischer Erfolgsfaktor oder bloss eine Worthülse?

— Joos Sutter —

Nachhaltigkeit ist Teil der DNA von Coop. Sie ist strategisch und in unserer täglichen Arbeit tief verankert und bildet mit unserem Engagement für Mensch, Tier und Umwelt die zentrale Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die mehr als 330 Taten zeigen, dass Nachhaltigkeit bei Coop konkret und bewusst gelebt wird.

— Anton von Weissenfluh —

In den letzten zwei Jahren haben wir unseren Umsatz mit gelabelten (nachhaltigen) Produkten um mehr als 50% gesteigert. Nachhaltig produzierte Schokolade ist DER Erfolgsfaktor für Chocolats Halba.

Welche Themen werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen?

— Joos Sutter —

Die Nachhaltigkeit wird immer im Zentrum unseres Handels stehen. Unsere Schwerpunktthemen haben wir in unseren Mehrjahreszielen Nachhaltigkeit 2020 festgelegt. So wollen wir nicht nur die kompetenteste Anbieterin von besonders nachhaltigen Produkten sein, sondern Nachhaltigkeit über das gesamte Sortiment und vor allem bei unseren Eigenmarken verwurzeln. Ein Schwerpunkt ist beispielsweise die Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Emissionen.

Im betrieblichen Bereich wollen wir bis 2023 CO2-neutral sein. Dank unseres kontinuierlichen Engagements in den drei Säulen nachhaltige Sortimentsleistungen, Ressourceneffizienz und Klimaschutz, Mitarbeitende und Gesellschaft wurden wir als vorbildliche Detailhändlerin in den zentralen Nachhaltigkeitsthemen international ausgezeichnet.

— Anton von Weissenfluh —

Transparenz und Ehrlichkeit – sei es im Umgang mit den Mitarbeitenden, bei der Arbeit mit den Partnern im Ursprung, bei der Deklaration der Produkte oder im Umgang mit Lieferanten und Kunden – werden immer zentraler. Partnerschaften in der gesamten Wertschöpfungskette zu pflegen und zu festigen, ist ein wichtiger Pfeiler in der gelebten Nachhaltigkeit.

Wie sieht der Umzug nach Pratteln für Sie und Ihre Mitarbeitenden aus?

— Anton von Weissenfluh —

Für mich ist es keine Frage – ich gehe aus Überzeugung und mit Begeisterung voran und hoffe natürlich, dass mir möglichst viele Mitarbeiter folgen.

FDer Neubau in Pratteln ist ein klares Bekenntnis von Coop für den Produktionsstandort Schweiz. Im Neubau mit modernster Infrastruktur, Bahnanschluss, Holzschnitzelheizung und Photovoltaikzellen werden rund 600 Mitar­beitende aus ca. 25 Berufsgruppen vereint. Voneinander lernen und weiterentwickeln oder, wie die Coop-Vision sagt, gemeinsam an die Spitze – das wird mein Credo in Pratteln sein.

Für viele Mitarbeitende wird der Umzug nach Pratteln vor allem aus familiären Gründen nicht möglich sein. Persönlich bedauere ich es sehr. Grundsätzlich ist es aber eine neue Chance für beide Seiten. Ich freue mich darauf.