Nachhaltigkeit in ihrer süssesten Form

Schokolade bildet die Basis eines renommierten Wirtschaftszweigs in der Schweiz. Obwohl der inländische Konsum leicht zurückgeht, gelang es uns in den letzten Jahren zu wachsen – auch dank zunehmenden Exporten. Chocolats Halba reüssiert mit einem breiten Angebot von hochwertigen und nachhaltigen Schokoladenspezialitäten, hauptsächlich für die Coop-Gruppe und ausländische Verbrauchermarken.

Die Kakaopflanze stammt aus Südamerika. Christoph Kolumbus brachte die Bohnen von seinen Reisen erstmals nach Europa, wo Schokolade im Laufe der Zeit allmählich populär wurde – allerdings als Getränk.

Die Schokolade im heutigen Sinne wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. 1879 entwickelte der Berner Rodolphe Lindt das sogenannte Conchierverfahren: Damit liess sich Schokolade entscheidend verfeinern, was zur Entstehung einer ganzen Branche und zum Weltruf der Schweizer Schokolade führte.

Das «Schoggiland» Schweiz ist heute (hinter Deutschland) Vizeweltmeister im Schokoladenkonsum: 11 Kilo­gramm Schokolade wurden hierzulande 2016 pro Kopf gegessen. 70 Prozent davon sind Milchschokolade. Auf dunkle Schokoladen, die in den letzten Jahren besonders im Trend lagen, entfallen rund 25 Prozent.

Wachsende Exporte

Über 185’000 Tonnen Schokolade produziert die Schweizer Schokoladenbranche heute. Rund zwei Drittel davon gehen in den Export. Trotz des hervorragenden einheimischen Angebots wächst der Konsum von ausländischer Schokolade in der Schweiz seit einigen Jahren, wahrscheinlich aus Preisgründen. Allerdings gelang es den hiesigen Schokoladenherstellern, den Rückgang im Heimmarkt mit wachsenden Exporten zu kompensieren.

Auch Chocolats Halba befindet sich – mit Ausnahme von 2015, als der Frankenkurs in die Höhe schnellte – seit Jahren auf Wachstumskurs. Wir stellten 2016 nahezu 13’000 Tonnen Schokoladenwaren her und erzielten damit einen Umsatz von rund 117 Millionen Schweizer Franken. In den beiden Werken in Wallisellen und Hinwil verarbeiteten knapp 260 Mitarbeitende Kakao aus Ghana, Honduras, Ecuador und Peru zu Tafeln, Kuvertüren, Osterhasen, Weihnachtsmännern und Confiserieartikeln. Hauptabnehmerin ist Coop. Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Italien, Frankreich, Australien, China, Kanada und die USA.

Qualität und Nachhaltigkeit

Unsere Kernkompetenz ist die Herstellung von Premium-Schokoladen mit Mehrwert. Neben Bio- und Fairtrade-Produkten bietet Chocolats Halba beispielsweise als weltweit erste Schokoladenherstellerin seit 2010 auch CO2-neutrale Schokoladen an. Etwa drei Viertel unseres Umsatzes generieren wir mit Schokoladenprodukten, die hohe Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen und mindestens eines der Labels «Fairtrade», «Bio», «UTZ» oder «Carbon Neutral Product» tragen.

«Wir verstehen uns nicht nur als Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit, sondern setzen auch auf höchste kulinarische Qualität. Dank der langjährigen Erfahrung und den engen Beziehungen zu Kakaoproduzenten gelingt es, hochwertige Spezialitäten anzubieten, darunter eine Reihe von Ursprungsschokoladen auf der Basis von hochwertigen südamerikanischen Edelkakaosorten.»

Anton von Weissenfluh, Leiter Chocolats Halba

Chocolats Halba stellt nicht bloss Eigenmarken her, sondern produziert auch für nationale und internationale «Consumer Brands». Wer ein Jahresvolumen von mindestens 45 Tonnen abnimmt, kann bei uns eine hochwertige Schokolade nach eigenem Gusto fertigen lassen.

So produziert Chocolats Halba eine breite Palette von Schokoladen für den internationalen Markt nach kunden­spezifischen Rezepturen. Auch sind wir in der Lage, Produkte mit speziellen, anspruchsvollen Labels wie «Halal» und «Kosher» herzustellen.

Wertschöpfungskette

Mit Leidenschaft und Kreativität bei der Arbeit: die Chocolatiers François Stahl (l.) und Christian Thäler.