Weniger ist mehr

Das Verpackungsmaterial von Schokolade trägt relativ wenig zum ökologischen Fussabdruck des Produkts bei. Gleichwohl reduziert Chocolats Halba wo immer möglich die Verpackungs­menge. Wir empfehlen unseren Kunden umweltfreundlichere Verpackungen und sind stets auf der Suche nach innovativen Lösungen.

Viele Konsumentinnen und Konsumenten achten auf die äussere Hülle, wenn sie die Umweltfreundlichkeit eines Produkts einzuschätzen versuchen. Doch umfassende wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Verpackung weit weniger Umweltbelastung verursacht als das Produkt selber. So trägt das Verpackungsmaterial im Durchschnitt bloss etwa fünf bis zehn Prozent zur Ökobilanz einer Tafel Schokolade bei.

Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft

Trotz ihrer untergeordneten Bedeutung arbeitet Chocolats Halba daran, Verpackungen ökologisch zu optimieren, und erprobt laufend neue Materialien. 2011 untersuchten wir in Zusammenarbeit mit einem Umweltberatungs­institut unser gesamtes Verpackungsmaterial nach der Methode der «Umweltbelastungspunkte» des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Nun setzen wir die daraus gewonnenen Erkenntnisse Schritt für Schritt um.

Weil eine Verpackung aber unterschiedlichste Anforderungen erfüllen und sich in der Praxis bewähren muss, kommt nicht immer das ökologischste Material zur Anwendung. Da Chocolats Halba ausserdem viele Produkte für Handelsmarken produziert, haben wir nur begrenzt Einfluss auf die Verpackung, die unsere Geschäftskunden verwenden.

Um den Umwelteinfluss von Verpackungen zu minimieren, setzen wir für Tafelwickel- und Kartonverpackungen seit 2012 zu 100 Prozent auf Material, das aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt wird. Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich weltweit für eine nachhaltige Waldwirtschaft einsetzt.

FSC-zertifiziert

100 %

Alufolie mit hohem Recycling-Anteil

Während sich beim Papier eine praktikable Lösung finden liess, gestaltet sich die Suche nach ökologisch sinn­vollen Alternativen zur klassischen Alufolie bedeutend schwieriger. Alufolie dient traditionell zur Verpackung von Schokoladen, da sie hervorragende Barriere-Eigenschaften besitzt sowie einfach verformbar und wiederver­schliessbar ist.

Leider weist Aluminium eine schlechte Umweltbilanz bei der Produktion auf. Beim Abbau der Rohstoffe und bei der Verarbeitung entstehen Schadstoffe sowie giftige Reststoffe und die Herstellung erfordert sehr viel Energie.

Allerdings lässt sich Aluminium mit geringem Aufwand vollständig rezyklieren. Die Alufolie, die Chocolats Halba verwendet, enthält in der Regel rund 50 Prozent rezykliertes Aluminium – das verbessert die Ökobilanz gegenüber einer Verpackung aus neuem Material massgeblich.

Optimierte Verbundfolie statt Aluminium

Ein relativ neues Verpackungsmaterial stellt die sogenannte OPP-Folie dar. Es handelt sich dabei um eine Folie aus Polypropylen, die bei der Produktion gestreckt wird, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen. OPP gilt derzeit als einer der umweltschonendsten Kunststoffe. Bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen machen wir unsere Kunden immer auf diese Alternative zur Alufolie aufmerksam.

Chocolats Halba hält zudem auf dem Markt laufend nach vielversprechenden innovativen Materialien Ausschau. Im Auge behalten wir insbesondere die Situation bei den nachwachsenden Rohstoffen, die nachhaltige Verpack­ungs­materialien versprechen. Allerdings sind derzeit noch keine zufriedenstellenden Lösungen verfügbar. Folien aus Maisstärke beispielsweise verursachen hohe Umweltbelastungen und stehen in Konkurrenz zur Nahrungsmit­telproduktion. Ausserdem zeigen bisherige Erfahrungen, dass die Kompostierbarkeit nicht den Erwartungen entspricht.