Pionierleis­tung im Klimaschutz

Chocolats Halba verbraucht viel Energie – vor allem Strom für die vielfältigen Prozesse in der Schokoladenherstellung. Um das Klima zu schützen, reduzieren wir den Ausstoss von Treibhausgasen und kompensieren den verbleibenden Rest mit innovativen Projekten in unserer eigenen Wertschöpfungskette. Auf diese Weise produziert unser Betrieb vollständig klimaneutral.

Die industrielle Herstellung von Schokolade besteht aus einer Reihe von Schritten, die stark temperaturabhängig sind und daher viel Energie zum Heizen oder Kühlen erfordern. Auch laufen in einer Produktionsanlage unzählige Elektromotoren, um all die Mischer, Rührer, Transportbänder und anderen elektrotechnischen Einrichtungen in Bewegung zu halten. Die energieintensivsten Verfahrensschritte sind das Rösten und Debakterisieren der Kakaobohnen sowie das Conchieren der Kakaomasse.

Der Stromverbrauch von Chocolats Halba liegt bei etwa 12 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Das Unternehmen verbraucht zudem etwa 5 GWh Wärmeenergie, die es zu knapp 93 Prozent aus Erdgas erzeugt oder als Fern­wärme bezieht (7 Prozent). Weniger als 1 Prozent der Wärme stammt aus Erdöl. Die Wärmeenergie wird zur Heizung der Gebäude in den kühlen Monaten und für die Aufwärmprozesse gebraucht – der Verbrauch hängt daher stark vom saisonalen Klima sowie von der Produktionsleistung ab.

Emissionen möglichst vermeiden

Der Energieeinsatz im Unternehmen ist direkt und indirekt mit der Emission von Treibhausgasen verbunden. Während die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas unmittelbar am Standort CO2 freisetzt, sind die Emissionen beim Stromverbrauch indirekter Natur, da CO2 je nach verwendeter Technologie bei der Stromerzeugung freigesetzt wurde.

Eine weitere Quelle von Treibhausgasen sind die Kühlanlagen der Schokoladenproduktion. In den Leitungen fliessen fluorierte Kohlenwasser- stoffe als Kältemittel. Die heute verwendeten Substanzen schädigen zwar nicht mehr die Ozonschicht, sind aber äusserst starke Treibhausgase, wenn sie beispielsweise durch defekte Dichtun­gen entweichen und in die Atmosphäre gelangen. Solche Kühlmittelverluste minimieren wir mit einer optimalen Wartung.

Chocolats Halba verfolgt im Klimaschutz den Grundsatz: vermeiden – reduzieren – kompensieren. Vermeiden heisst, Prozesse zu wählen, die kein CO2 freisetzen. So beziehen wir ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Quellen. Vermindern heisst, die Prozesse so anzupassen, dass sie weniger CO2 freisetzen, beispielsweise durch Energieeffizienzmassnahmen. Die Kompensation kommt schliesslich zum Zug, um die unvermeidbaren Emissionen an einer anderen Stelle auszugleichen. Dabei setzt Halba ausschliesslich auf das sogenannte «Insetting»: Wir kompensieren also die CO2-Emissionen in der eigenen Wertschöpfungskette.

Klimaneutral seit 2011

100 %

Auf Grundlage dieses dreiteiligen Ansatzes produziert Chocolats Halba seit 2011 vollständig klimaneutral. Jedes Jahr berechnen wir die Emissionen und den CO2-Fussabdruck unserer Geschäftstätigkeit basierend auf den Umweltkennzahlen. Die Stiftung myclimate überprüft diese Berechnungen jeweils unabhängig.

Neuer Standort noch klimafreundlicher

Mit dem Umzug nach Pratteln macht Chocolats Halba einen weiteren grossen Schritt bei der Vermeidung von CO2-Emissionen. So werden die indirekten Treibhausgasemissionen aus Fernwärmenutzung durch die Installation einer Holzschnitzelheizung und Abwärmenutzung am neuen Standort wegfallen. Eine Solaranlage von 8000 Quadratmeter Fläche erlaubt es, selbst erzeugte erneuerbare Energie zu nutzen. Der neue Produktionsstandort ist ausserdem direkt ans Schienennetz angebunden. Dank der Bahnanlieferung werden CO2-Emissionen durch Transporte erheblich sinken. Auch bei den Kältemitteln sind durch den Umzug nach Pratteln starke Verbes­serungen zu erwarten. Bis auf wenige sehr kleine Kälteanlagen steigen wir im neuen Werk vollständig auf die natürlichen Kältemittel Ammoniak und CO2 um.

«Als Leiter Engineering bin ich stolz darauf, mit Chocolats Halba ein neues, CO2-neutrales Schokoladenwerk aufzu­bauen. Damit garantieren wir kommenden Generationen ein nachhaltiges Leben. Und ich selber kann mit Freude und Optimismus in die Zukunft blicken.»

Joel Menoud, Leiter Engineering, Chocolats Halba

Aufforstungsprojekte nach höchstem Standard

Alle betrieblichen CO2-Emissionen, die Chocolats Halba weder vermeiden noch reduzieren kann, kompensiert das Unternehmen in der eigenen Wertschöpfungskette – und zwar mit einem Aufforstungsprojekt in Honduras. Das Projekt der Kakaobauern-Kooperative APROSACAO ist seit 2015 nach dem «Gold Standard» für den Emissions­handel zertifiziert.

Ein weiteres Aufforstungsprojekt in Peru, über das Kunden von Chocolats Halba die CO2-Emissionen der für sie hergestellten Schokolade kompensieren können, ist nach dem «Verified Carbon Standard (VCS)» zertifiziert. Sowohl Gold Standard als auch VCS stellen sicher, dass das Kompensationsprojekt wichtigen Nachhaltigkeits­kriterien entspricht und dass die Klimaschutzwirkung unabhängig überprüft wird.

Bei allen Aufforstungsprojekten, die für den Emissionshandel zertifiziert werden, arbeiteten wir mit der spezial­isierten Agentur «PurProjet» zusammen. Seit 2011 wurden insgesamt über 300’000 Bäume angepflanzt. Diese Projekte finanziert zu einem grossen Teil der Coop Nachhaltigkeitsfonds.

In der eigenen Wertschöpfungskette aufgeforstete Bäume

308’956

Auch im Rahmen der dynamischen Agroforstprojekte, die Chocolats Halba in Ecuador und Ghana aufbaut, werden Bäume angepflanzt. In diesen Pionierprojekten bewirtschaften Kleinbauern ihre Parzellen im Mischanbau von Kakao- und anderen einheimischen Fruchtbäumen sowie Edelhölzern. Diese beiden Projekte sind allerdings nicht in den internationalen Emissionshandel eingebunden.

In diesem Aufforstungsprojekt in Peru kompensieren wir CO2-Emissionen für unsere Kunden. Die Klimaschutzwirkung des Projektes wird unabhängig überprüft.